Bei Sushimob aus Frankfurt ist jeder Verriss zwecklos und falsch!

Friday, 3.11.2006 by Daniel. Filed under: Reviews.

“Sushi ist schmackhaft, schnell und kompakt. mob ist zügellos, laut und brachial. Schließlich hat das Leben 2 Seiten - die eine und die andere.” Schön, dass es da draußen doch noch Bands gibt, deren Infos Lust auf mehr machen. Noch schöner, dass Sushimob halten, was ihre Info verspricht.

Im Dreieck aus Garage-, Punk- und Indierock gibt es nämlich nach wie vor einiges an Energiepotential, und Sushimob schöpfen mit vollen Händen. Seit Montag ist das Debüt-Album “The controls and their functions” in den Läden und sollte da schnell von Euch abgeholt werden.

Der Opener “I go robot”, den es auf der Band-Homepage zum Gratis-Download gibt, gehört in jede Playlist, und das Album knüpft da nahtlos an, die 12 Titel treiben kräftig in “klassischer Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, nicht zuletzt weil Sushimob keinerlei langweilige Arrangements an überflüssige 2te Gitarristen zu vergeben haben.”

Das ist schön formuliert und endlich mal auf den Punkt. Besser hätte ich es selbst nicht sagen können und - verdammt nochmal - es geht mir auch einfach nicht so leicht von der Hand eine Platte zu loben, aber bei Sushimob aus Frankfurt ist jeder Verriss zwecklos und falsch. Was tun? Ich empfehle Euch zuerst einen Besuch auf der Bandhomepage, dort die Ausschnitte aus den Songs zu hören, und danach gleich den Weg zum Plattenhändler Eures Vertrauens.

Songempfehlung zur Einstimmung: I go robot - Antiplastic -Yes, please

Wetung: 8,5/10 Punkten
Quelle: Popkiller.de

Ein gelungenes Werk, das musikalische Horizonte neu eröffnet.

Friday, 3.11.2006 by Daniel. Filed under: Reviews.

Sushimob sind eine Formation aus der Bankenstadt Frankfurt. Das Trio sieht seine musikalische Berechtigung hauptsächlich in der Auseinandersetzung mit Emotionen wie Melancholie, Ärger, Frust, & Trauer. Auch Liebe und Selbstvertrauen gehören zum Gefühlrepertoire der Jungmusiker. Irgendwo zwischen den Strokes, Blackmail mit in einer temporären Gefühlschärfe, die man sonst nur von Interpol kennt, liegt das musikalische Zuhause von Sushimob.

Ihr Album mit dem nachdenklich stimmenden Titel “The Controls And Their Function” regt Körperfunktionen auf stimmungsvolle Art an und ist ein sensibler Begleiter für jegliche Emotionen. Würde man die einzelnen Songs in Sushi definieren, wären “Take It But Leave Me” oder “Gammabraut” in ihrer Zusammensetzung eher Maki-Sushi. Einfach in der Struktur, aber sehr geschmackvoll. Kompositionen wie “Always” oder “Costume For Kelly” verfügen eher eine musikalische Aufwand, den man von Inside-Out Kompositionen kennt. “Yes Please” und “Antiplastic” könnte man, verfolge man dieses Prinzip konsequent, dem Nigiri-Sushi zuordnen. Handgeformt und mit beeindruckendem Belag.

Aber eines ist sicher, es bedarf keiner Vorliebe für die japanischen Rollen, die von Seetang umhüllt sind, um sich von diesem Album seltsam angesprochen zu fühlen. Auch Produzent Oliver Rüger, der schon mit Emirsian zusammengearbeitete, hat das sensible Grundgefühl der Band eindrucksvoll auf Platte transportiert. Ein gelungenes Werk, das musikalische Horizonte neu eröffnet.

Wertung: Schulnote 2
Quelle: Whiskey-Soda.de

…eine solche Menge an Ohwürmern, dass es einem fast die Sprache verschlägt

Thursday, 2.11.2006 by Daniel. Filed under: Reviews.

Keine Ahnung, ob es im Falle Sushimob überhaupt noch legitim ist, von einem “Newcomer” zu sprechen. Nicht aus dem Grund, weil die Band dank einer gelungenen EP und haufenweise Konzerten mit Größen wie den Libertines, Blackmail oder Ash vielen schon ein Begriff ist. Sondern allein deswegen, weil “The Controls And Their Function” (Waggle-Daggle/Broken Silence) ein so fantastisches Album geworden ist. Das Trio, dessen genaue Herkunft mir gar nicht bekannt ist, rockt derart unbeschwert um die im vorherigen Satz genannten Bandnamen herum, dass es eine wahre Freude für alle Indie-Hörer sein dürfte. Unter den zwölf exzellent produzierten Tracks finden sich mit “I go robot”, “Take it but leave me” oder “The big astro” eine solche Menge an Ohwürmern, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Dazu kommt mit Matze Brunner ein Sänger, der es ebenfalls mit den Helden der Szene aufnehmen kann. Keine Frage: Sushimob besitzen internationales Format. Doch auch wenn die Songs dieses Debüts in Kürze die besseren Tanzflächen und Clubs dieses Landes beschallen sollten: Das ganze wirkt so charmant unverkrampft, dass man Sushimob jeden Erfolg nur wünschen mag. “The Controls And Their Function” stellt die meines Erachtens bislang beste Veröffentlichung auf dem kleinen Berliner “Waggle-Daggle” Label dar und sollte alle Beteiligten einen gehörigen Schritt nach vorne bringen!

Quelle: Sellfish.de

gerade aus heraus: ein mehr als gelungenes debut einer großartigen band aus frankfurt.

Thursday, 2.11.2006 by Daniel. Filed under: Reviews.

schon ab dem ersten lied ist die richtung klar. schnörkelloser indierock mit leichtem noiseeinschlag. klingt schwer, ist es aber nicht. ganz im gegenteil sogar. locker leicht kommen die selbst die rockigsten lieder aus den boxen. dabei beinhalten sie dennoch genügend druck um den hörer aus seinem sessel zu drücken. und genau das mache ich jetzt auch erstmal und singe dazu lauthals mit: “i can’t loose my amplifier”.

apropos verstärker. “sushimob” lassen es ordentlich krachen. oldschool indierock wird in die gegenwart gezerrt und mit einem neuen gesicht ausgestattet. dabei brauchen die lieder keine großen gesten. sie begnügen sich mit den kleinen, bauen diese jedoch aus und lassen das herz des indie freundes höher schlagen. ein ähnliches album hat dieses jahr nur “fuzzman” aufgenommen. der unterschied liegt allein in der konzentration, die “sushimob” auf den indierock legen. nicht ganz so verspielt, dafür mit bums. daraus entstehen dann sogar der ein oder andere kleine hit (”i go robot”, “antiplastic” oder “always”).

trotz des lobes, haben “sushimob” durchaus noch luft nach oben. das ist und kann nicht alles gewesen sein. man spürt förmlich, dass diese band noch tolle alben veröffentlichen kann und hoffentlich wird. nichtsdestotrotz ist “the controls and their function” ein tolles debut album geworden, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Quelle: rote raupe*

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