Größe und Ausgelassenheit

Tuesday, 6.03.2007 by Daniel. Filed under: Reviews.

“Sushimob, sagt ein Freund, dem man vertrauen darf, Sushimob ist die Band der Stunde. Endlich mal wieder eine Combo aus Frankfurt am Main, sagt er, die stürmenden Indierock zelebriert. Und in der Tat: Sushimob sind auf der einen Seite messerscharf und exakt, auf der anderen Seite sehnen sie sich nach Größe und Ausgelassenheit. Ein schönes Album…” (tg)
Strandgut, März 2007, Seite 28

Nicht schauen was die Anderen machen

Tuesday, 6.03.2007 by Mauri. Filed under: Reviews.

Sushimob ist die Band der Stunde!
Na endlich. Da ist sie, die Band, die Frankfurt aus seiner popmusikalischen Lethargie rütteln kann. Denn seit Jahren ist es keiner Band aus der Mainmetropole mehr gelungen, überregional für Aufmerksamkeit zu sorgen. Das könnte mit dem Trio “Sushimob” anders werden: das Cover ihres bei dem Berliner Label “waggle-daggle records” erschienenen Debüts “the controls and their function” ziert ein junger Mann, der selbstbewusst das eigene Spiegelbild begutachtet. So ähnlich klingt auch “Sushimob”: nicht schauen, was die anderen machen. Schauen, was man aus sich selbst machen kann.

Schon das erste Stück “I Go Robot” stürmt voran. Ein düsteres, treibendes, zügelloses Stück Indie-Rock, das Unzufriedenheit und Zweifel mit rasanten Strichen in die Welt schickt. Überhaupt lassen sich “Sushimob” wenig zeit. Es gibt so viel, was man in Musik gießen muss, was man in Songs erzählen will, die - großartiges Songwriting! - bei “Sushimob” meistens Ohrwürmer sind. Kaum gehört, hat man die Refrains im Kopf. Sie sind markant und eingängig, doch nicht einfältig. “Sushimob” gelingt es wie wenigen anderen Bands aus Deutschland, international zu klingen. Es ist eine schwärmerische Leichtigkeit in diesen Songs, die etwa auch Tim Wheeler, Sänger der englischen Band “Ash” begeistert hat. “Sushimob rules!”, soll er nach einem gemeinsamen Konzert ausgerufen haben.

FAZ, 23.12.06

Die tollste deutsche Debüt-CD seit vielen, vielen Monaten.

Sunday, 14.01.2007 by Mauri. Filed under: Reviews.

Die tollste deutsche Debüt-CD seit vielen, vielen Monaten. Das Frankfurter Trio klingt zwar unüberhörbar nach der Scumbucket/Blackmail-Mischpoke, schafft es aber auch tatsächlich, deren extrem hohes Songwriter-Niveau zu erreichen - eine Hürde, an der alle anderen zeitgenössischen einheimischen Alterna/Indie-Kapellen bislang kläglich gescheitert sind. Hier werden eigenwillig-geniale Melodien, kanrzige Brat-Riffs, federleichte Grooves und vor allem ehrliche, unverfälschte, nachfühlbare, durch und durch sympathische Emotionen mit Schaufelradbaggern statt Soßenlöffeln auf unsere Teller gehäuft. Wer beim unwiderstehlich swingenden “Costume For Kelly” nicht in Freundentränen ausbricht, hat kein Herz oder keine Ohren. (Michael Rensen)

Wertung: 8/10 Punkte
Quelle: Rock Hard, Ausgabe 236, rockhard.de

Energie als roter Faden

Sunday, 14.01.2007 by Mauri. Filed under: Reviews.

Sushimob beeindrucken. Nicht nur aufgrund ihrer kurzen, knackigen Songlängen, sondern auch durch ihren Rock, den sie ohne jegliche Anbiederungen in die Gehörgänge schicken.

Der Frankfurter Dreier spielt Altbewährtes erfrischend locker und unbedarft. Das ist Rock, bei dem sich Energie wie ein roter Faden durch die Melancholie und Hoffnung dieses Albums zieht. „The Controls And Their Function“ lebt von einer Atmosphäre, die ansteckt und mitreißt, ja förmlich voller Kraft und Melodie strotzt. „Always“ ist der Hit des Albums, das voll von kleinen Singalongs und Indiegassenhauern ist. Das ist schon eine Kunst, Ohrwürmer ohne Penetrationscharakter und Schleimspuren zu bieten. Und das dann auch noch in zwölffacher Ausführung.

Sicher stehen für diesen druckvollen, authentischen Sound auch Aufnahmeleiter Oli Rüger, (der u.a. auch für das überragende Emirsian-Debüt mitverantwortlich ist) und der Mastertyp internationalen Kalibers Willem Makkee (Weezer, Phillip Boa, etc.) mit in der Verantwortung. Scumbucket, Queens Of The Stoneage und The Strokes als grobe Referenzen, ohne Plagiatvorwürfe anbringen zu wollen. Sushimob ähneln diesen Bands in Melodieführung, Fettheit und Freshness, sind aber eigenständig, frech – und gut. Man überzeuge sich hier anhand des zwei Minuten langen roten Fadens „I Go Robot“. (bb)

Wetung: 4/6 Punkten
Quelle: tonspion.de

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