…eine solche Menge an Ohwürmern, dass es einem fast die Sprache verschlägt
Keine Ahnung, ob es im Falle Sushimob überhaupt noch legitim ist, von einem “Newcomer” zu sprechen. Nicht aus dem Grund, weil die Band dank einer gelungenen EP und haufenweise Konzerten mit Größen wie den Libertines, Blackmail oder Ash vielen schon ein Begriff ist. Sondern allein deswegen, weil “The Controls And Their Function” (Waggle-Daggle/Broken Silence) ein so fantastisches Album geworden ist. Das Trio, dessen genaue Herkunft mir gar nicht bekannt ist, rockt derart unbeschwert um die im vorherigen Satz genannten Bandnamen herum, dass es eine wahre Freude für alle Indie-Hörer sein dürfte. Unter den zwölf exzellent produzierten Tracks finden sich mit “I go robot”, “Take it but leave me” oder “The big astro” eine solche Menge an Ohwürmern, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Dazu kommt mit Matze Brunner ein Sänger, der es ebenfalls mit den Helden der Szene aufnehmen kann. Keine Frage: Sushimob besitzen internationales Format. Doch auch wenn die Songs dieses Debüts in Kürze die besseren Tanzflächen und Clubs dieses Landes beschallen sollten: Das ganze wirkt so charmant unverkrampft, dass man Sushimob jeden Erfolg nur wünschen mag. “The Controls And Their Function” stellt die meines Erachtens bislang beste Veröffentlichung auf dem kleinen Berliner “Waggle-Daggle” Label dar und sollte alle Beteiligten einen gehörigen Schritt nach vorne bringen!
Quelle: Sellfish.de

